18. August 2020

Verschoben >>> Festhochamt, sinfonische Messe oder überkonfessionelles Bekenntnis? Über Beethovens Missa solemnis und ihre Rezeptionsgeschichte

Auf Grund der aktuellen Einschränkungen wird diese Veranstaltung auf das Sommerhalbjahr 2021 verschoben.

 

Ort: forum hallense

Beethovens Missa solemnis gilt seit ihrer Entstehung als gleichermaßen bewundertes wie umstrittenes Ausnahmewerk, für dessen Verständnis weder allgemeine Gattungsmerkmale noch das übrige Schaffen des Komponisten einen hinreichenden Ausgangspunkt bieten. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bestimmten Vorstellungen von einer Säkularisierung der Gattung und Erklärungen als persönliches Bekenntnis des Komponisten die wissenschaftliche Diskussion wie auch die populäre Literatur. Bei näherem Hinsehen erweist sich die Vorstellung, die Missa solemnis sei von Anfang an für den Konzertsaal vorgesehen gewesen, als Ergebnis einer bestimmten Rezeptionstradition, während die verstreuten Aussagen des Komponisten eine solche Schlußfolgerung keinesfalls nahelegen. Die Befragung der Rezeptionsgeschichte führt deshalb zu einer neuen Grundlage für die weitere Auseinandersetzung mit diesem schwierigen Werk.

18 Uhr | Einführung in das Werk mit Beispielen
Dr. Christine Klein, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

19 Uhr  | Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Poppe
Musikwissenschaftler, Dresden

Die Veranstaltung findet statt unter Beachtung der aktuellen Hinweise zu Covid 19. Wegen der einschränkenden Bedingungen bitten wir um Anmeldung bis 3.11.2020 unter: Katholische Akademie des Bistums Magdeburg Tel.: 0345 2900087 oder info@katholische-akademie-magdeburg.de