Forum Norbertinum

Veranstaltungsort (wenn nicht anders angegeben)
Roncalli-Haus | Max-Josef-Metzger-Str. 12 /13  | 39104 Magdeburg
Tel 0391- 59 61 400 | Fax - 59 61 440
in Kooperation mit dem Roncalli-Haus e. V.

Samstag, 24. September 2022, 10 Uhr

Akademikertag | Kirchenrecht – ein starres Korsett oder ein Leitfaden für kirchliches Handeln heute?

Ort: Roncalli-Haus | Magdeburg

Das Thema des diesjährigen Akademikertages knüpft an die vorhergehenden Begegnungen an. Themenfelder sind die Herausforderung an das Kirchenrecht und mögliche Schritte im Rahmen des synodalen Weges. Welche Möglichkeiten ergeben sich daraus für die besondere Situation im Bistum Magdeburg?

Pater Rafael Rieger OFM | Professor für Kirchenrecht an der Katholischen Universität Eichstädt-Ingolstadt

Tagungsgebühr: 10
Detailliertes Programm sowie Informationen zu Kosten für Übernachtung und Verpflegung sind erhältlich.
Anmeldung: L. Hallermann, Breite Str. 27, 38855 Wernigerode
l.hallermann@t-online.de | Tel 03943 - 63 36 72 oder mobil 0175 - 24 30 365

Eine Veranstaltung der Akademikerseelsorge.

Dienstag, 4. Oktober 2022

Fotoausstellung | »Und es ward Licht« – Moderne Glasmalerei in Kirchen des Bistums Magdeburg | Frank Pudel und Susanne Kalisch

Ort: Roncalli-Haus | Magdeburg
Eröffnung | Dienstag, 4. Oktober 2022 | 18 Uhr
Vortrag | Mittwoch, 19. Oktober 2022 | 19 Uhr

Die sakrale Glaskunst hat es sich zur Aufgabe gemacht, das von Gott gesandte Licht mittels künstlerischer Mittel so zu gestalten, dass es der Verherrlichung Gottes dient.

Man muss nur einmal in einem Kirchenschiff gestanden haben, inmitten bunten Lichts, das den Boden und einen selbst umhüllt. Die Gläubigen lassen sich auf das Gefühl ein, dass Gott, als Schöpfer des Lichts, dieses selbst ist. Die Farben, die Wärme durchströmen sie, sind die Berührung Gottes, die Gewissheit, er ist bei ihnen, hüllt sie ein in seinen Mantel aus Licht. Sie sind geborgen, können sich fallen lassen in seine Liebe und nehmen das Evangelium auf eine einzigartige Weise wahr. Aber auch Nichtgläubige erfasst Ergriffenheit ob des mystischen Zaubers, der von dem gestalteten Licht ausgeht.

Die Ausstellung zeigt ausgewählte Beispiele sakraler Glaskunst in Kirchen des Bistums Magdeburg und konzentriert sich dabei auf das letzte, für diese Kunstgattung so überaus dynamische Jahrhundert von der Klassischen Moderne über die DDR-Zeit bis heute. Anhand von Fotos werden verschiedene in der Region tätige Glaskünstler, ihre jeweilige Kunstauffassung und die verwendete Technik vorgestellt. Figürliche Darstellung kontrastiert mit Abstraktem, Betonglas mit konventioneller Bleiverglasung, freies Malen auf Glas mit Gestaltung des Glases selbst. Dabei wird versucht, auf die bekannten Fenster der großen Kirchen weitgehend zu verzichten und stattdessen Kleinode der Glasmalerei auch in fast vergessenen Dorfkirchen (wieder) zu entdecken.

Kooperation mit dem Roncalli Haus Magdeburg

Dienstag, 4. Oktober 2022, 18 Uhr

Eröffnung der Ausstellung | »Und es ward Licht« – Moderne Glasmalerei in Kirchen des Bistums Magdeburg

Ort: Roncalli-Haus | Magdeburg

Projektvorstellung – Vortrag der Künstler Frank Pudel und Susanne Kalisch

Susanne Kalisch | freiberufliche Mitarbeiterin Kunstguterfassung bei der EKMD, Schönebeck
Dr. Frank Pudel | Fotograf, ehem. Leiter eines privaten Forschungs­institutes, Magdeburg

Musik: Frank Schöpke | Saxophon, Magdeburg

Mittwoch, 19. Oktober 2022, 19 Uhr

Vortrag im Rahmen der Ausstellung | »Und es ward Licht« – Moderne Glasmalerei in Kirchen des Bistums Magdeburg

Ort: Roncalli-Haus | Magdeburg

Die Herstellung und Bedeutung der Glasfenstergestaltung von Sakralbauten in Mitteleuropa

Der Vortrag beleuchtet die historische Entwicklung der Gestaltung von Fensterflächen bis in die heutige Zeit. Dabei geht es um den Entwurf, die Gestaltung, die unterschiedlichen Stilrichtungen und die physikalischen Anforderungen der Glasherstellung.

Gotthard Demmel | Bleiglaser, Hobbyfotograf und Domführer, Magdeburg

Sa, 26. November 2022, 10 Uhr – 17 Uhr

Vortrag | Hans Küng – »Projekt Weltethos«

Ort: Roncalli-Haus | Magdeburg

Gibt es zwischen den Religionen einen Grundkonsens verbindender Werte?
Frauenordination, Aufhebung des Zölibats oder eine weniger strikte Regelung zur Abtreibung – Themen, die in der Katholischen Kirche lange Zeit als Tabu galten, nun aber im Rahmen des Synodalen Wegs diskutiert werden.
Einer, der diese Fragen schon sehr frühzeitig aufgeworfen hat, war der Theologe Hans Küng (1928 – 2021). Bekannt und bewundert von den einen, umstritten oder gar angefeindet von den anderen. Für seine Kritik am Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit verlor Küng aufgrund eines von Papst Paul II. gebilligten Erlasses der Glaubenskongregation im Jahr 1979 sogar seine kirchliche Lehrbefugnis durch die Deutsche Bischofskonferenz.
Doch der Theologe gab nie auf. Bis ins hohe Alter hinein blieb er streitbar und meldete sich immer wieder zu Wort. Er hat uns ein ebenso umfangreiches wie bemerkenswertes theologisches Werk hinterlassen.

Im Zentrum des Seminars steht das »Projekt Weltethos«, dessen maßgeblicher Initiator Hans Küng war: ein Versuch, die Gemeinsamkeiten der Weltreligionen zu beschreiben und ein gemeinsames Ethos, ein knappes Regelwerk aus den Grundforderungen aufzustellen, welche von allen akzeptiert werden können.

Angesichts der ethnischen, kulturellen, religiösen, politischen und sozio-ökonomischen Konflikte bedürfen wir eines Weltethos, das unserer Verantwortung für den Planeten Erde entspricht. Ohne einen Grundkonsens verbindender Werte können wir ihr nicht gerecht werden. Mit diesem Weltethos ist dabei weder eine Welt­ideologie noch eine einheitliche Weltreligion und ebenso wenig eine synkretistische Mixtur aus allen Religionen gemeint. Vielmehr will ein Weltethos das, was den Religionen der Welt trotz aller Verschiedenheit gemeinsam ist, herausarbeiten. Somit reduziert Küngs Weltethos die Religionen nicht auf einen ethischen Minimalismus, sondern stellt das heraus, was den Religionen schon jetzt im Ethos gemeinsam ist.

Im Seminar wird nicht nur das Konzept des Weltethos vorgestellt, sondern darüber hinaus werden auch die damit verbundenen vielschichtigen Fragen, Widersprüche und Probleme diskutiert.
Sie sind herzlich eingeladen, sich an dieser Diskussion zu beteiligen.

Dr. Robert Zurek | Historiker, Katholischer Theologe, Autor; Leiter der Europäischen Akademie Kreisau/Polen
Wolfram Tschiche | Theologe, Philosoph, Publizist; Bismark OT Klinke
Leitung: Dr. Ekkehard Steinhäuser, Annette Berger, Dr. Reinhard Grütz, Patricia Erben-Grütz

Dieses Seminar ist vom Land Sachsen-Anhalt als Lehrerfortbildung anerkannt (WTK-Nr. wird noch bekanntgegeben.)

Kosten: 25
Anmeldung: für Interessierte über die Internetseite der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt, für Lehrer:innen, online über die Edith-Stein-Schulstiftung: www.edith-stein-schulstiftung.de/fortbildung/jahresprogramm/
Anmeldeschluss: 1.11.2022

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt, der Edith-Stein-Schulstiftung des Bistums Magdeburg und dem Pädagogisch-Theologischen Institut, Drübeck

Mittwoch, 30. November 2022, 19 Uhr

Lesung mit Gespräch | Ernst Paul Dörfler »Aufs Land«

Ort: Roncalli-Haus | Magdeburg

Der Autor liest aus seinem neuen Buch und verfolgt damit konsequent sein Anliegen, für die Erhaltung der Natur zu leben und im Bewusstsein ein Umdenken zu erreichen.

In Kooperation mit dem Förderverein der Schriftsteller e.V. Magdeburg.

Mittwoch, 7. Dezember 2022, 18 Uhr

Vortrag und Gespräch | Weitergedacht: Recht unter Druck? Zwischen »reiner Lehre« und »Volksempfinden«

Ort: Roncalli-Haus | Magdeburg

Gegenwärtig scheint die Geltung des Rechts in unserer Gesellschaft von mehreren Seiten aus unter Druck zu stehen. Besonders problematisch erscheinen dabei Tendenzen, die Rechtssetzung und Rechtsprechung generell eine Legitimität absprechen. Von den Rändern unserer Gesellschaft ausgehend, ergreifen Ablehnung und Rechtsanzweiflung auch breitere Schichten in der gesellschaftlichen Mitte.
Die kann diesen Entwicklungen argumentativ begegnet werden, welche Strategien braucht es für eine starke Rechtsgeltung, muss an der skizzierten Gesellschaftsanalyse noch feiner gearbeitet
werden?

Referenten
Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff | Magdeburg (angefragt)
Leonhardt Krause | Abteilungsleiter Gesellschaft/Medienpolitik/ARD in der MDR-Intendanz, Leipzig (angefragt)
Dr. Florian Hartleb | Politikwissenschaftler, Eichstätt

Kooperationsveranstaltung
Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Sachsen-
Anhalt, Katholische Akademie des Bistums Magdeburg, Evangelischer Arbeitskreis Sachsen-Anhalt, begleitet und mit durchgeführt von OKR Albrecht Steinhäuser, der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands, Monika Schwenke (Caritasverband für das Bistum Magdeburg), Guido Erbrich (Sendebeauftragter für die Katholische Kirche beim MDR) und Stephen Gerhard Stehli (MdL).