forum hallense

Veranstaltungsort (wenn nicht anders angegeben)
forum hallense – Katholische Akademie des Bistums Magdeburg
An der Moritzkirche 8 | 06108 Halle (Saale)
Tel 0345 - 29 000 87 | Fax - 29 000 89

Sa, 30. November 2019, 12 Uhr – 20:30 Uhr

Gedenkveranstaltung anlässlich des 100. Geburtstages von Adolf Brockhoff 

Ort: Saal der Kirchengemeinde Hl. Kreuz, Gütchenstr. 21 | Halle

Kritisches Gedenken an den Theologen und Mitbegründer des 1969 gegründeten, kirchen- und gesellschaftskritischen »Aktions­kreises Halle« (AKH) mit anschließendem Requiem für Pila und Adolf Brockhoff sowie für alle bereits Verstorbenen aus der Katholischen Studentengemeinde Halle und ihren Patengemeinden Mainz und Köln und aus dem AKH.

Prof. Dr. Winfried Schülke | Kamern
Prof. Dr. Peter Stosiek | Görlitz
u. a.

Eine Veranstaltung des Aktionskreises Halle (AKH).

Dienstag, 3. Dezember 2019, 19 Uhr

Der Osten dreißig Jahre danach: Katholiken und »religiös Unmusikalische« als Stiefgeschwister? | Ringvorlesung

Ort: forum hallense | Halle

Propst i. R. Dr. Gerhard Nachtwei, von 1991 bis 2007 Seelsorgeamtsleiter in Magdeburg, Mitinitiator der oppositionellen Kreise in Magdeburg

RINGVORLESUNG
1989 und die Katholiken im Bischöflichen Amt Magdeburg
»Ich habe das Elend meines Volkes gesehen«
So sprach Gott aus dem brennenden Dornbusch zu Mose und gab ihm den Auftrag, das Volk Israel aus der Knechtschaft in Ägypten in die Freiheit zu führen. Diese Stimme Gottes und der Blick auf die Menschen in der DDR vor 30 Jahren bewegte auch Katholiken – zusammen mit vielen anderen – aus dem »Dampfkessel DDR 1989« (zur Erinnerung: Prager Botschaft, Ungarn) nicht nur Dampf abzulassen, sondern sich auch für Veränderung und Erneuerung zu engagieren und das nicht mit Gegengewalt, sondern auf friedlichem Wege mit Kerzen und Gebeten. Jedoch – woran die Abende erinnern wollen – auch durch konkrete Umgestaltung in Politik, Wirtschaft, Kultur und Bildungswesen. Dass wir dabei nicht das gelobte Land schaffen konnten, sondern nach 40 Jahren DDR sozusagen 40 Jahre wie die Israeliten durch die Wüste müssen, ist uns vielleicht erst später richtig bewusst geworden.
Wir möchten mit den Zeitzeugen (solange sie noch da sind) die nächste Generation nicht »von Oben belehren«, sondern deren Erfahrungen weitergeben, damit sozusagen das Rad nicht immer wieder neu erfunden werden muss, was vielleicht derzeit selbst den Wissenschaftlern nicht immer bewusst ist.