Terminarchiv

Mittwoch, 23. November 2016, 19:30 Uhr

Frömmigkeit und Machtpolitik in Magdeburg im Zeitalter der Reformation | Kulinarium

In der Veranstaltungsreihe »Kulinarium« sollen Themen anhand der neuen Dauerausstellung im Kulturhistorischen Museum zur Stadtgeschichte präsentiert werden. Vortrag und Gespräch bei einem kleinen, thematisch inspirierten Imbiss wechseln einander ab.

Magdeburg war Sitz des Erzbistums und zugleich die erste protestantische Großstadt. Sie sollte im Konflikt der Konfessionen zum Brennpunkt der Reichspolitik werden und ebenso zum Ort heftigster Lagerkämpfe innerhalb des Luthertums. Unabhängig von konfessionellen Zugehörigkeiten versuchte die selbstbewusste Bürgerschaft zudem, städtische Freiheiten gegen die stadtherrlichen Ansprüche auszuweiten und die Autonomie einer Reichsstadt zu erlangen. Dr. Wolfgang Flügel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Organisationsbüro »Magdeburg und die Reformation« am Kulturhistorischen Museum Magdeburg, präsentiert Forschungsergebnisse aus dem neu erschienenen Sammelband »Magdeburg und die Reformation. Eine Stadt folgt Martin Luther.«

Dr. Wolfgang Flügel | Kulturhistorisches Museum Magdeburg

Dienstag, 22. November 2016, 19 Uhr

Hallenser Salongespräche zum Thema »Werte«

Die Salongesellschaften des 19. und des beginnenden 20. Jh. trafen zusammen, um über die neuesten Strömungen der Literatur, Kunst, Musik und des Zeitgeschehens zu debattieren, diese zu bewerten, aber auch, um sich am Diskurs zu erfreuen. Ungeachtet der Schranken von Klasse und Geschlecht, diente der Salon dem freien Ideenaustausch.
Die Hallenser Salongespräche wollen diese Art der Gesprächskultur aufgreifen und dazu einladen sich an zwei Abenden über die Frage auszutauschen: Welcher Werte bedarf eine zukunftsfähige Gesellschaft in einer globalisierten Welt?

Einladende: Dr. Gerhard Nachtwei | Theologe, Pfarrer i. R.
Dr. Johannes Piskorz | Nervenarzt, ärztlicher Psychotherapeut
Michael Borgmann | Jurist, Landessprecher d. THW f. Sachsen-Anhalt
Dorothea Tesching | Gemeindereferentin

Sa, 19. November 2016, 14 Uhr – 17 Uhr

»Brauchen Werte Religion?« | Vortrag

Propst i. R. Dr. Gerhard Nachtwei | Halle (Saale)

Fr, 18. November 2016, 16:30 Uhr – Sa, 19. November 2016, 17 Uhr

Platon: Apologie des Sokrates | Philosophie-Seminar | Seminar entfällt!

Ort: Ekkehard-Haus | Kloster Huysburg

399 v. Chr. fand in Athen ein Prozess gegen den Steinmetz Sokrates statt, der mit einem Todesurteil endete. Was waren die Anklagepunkte? Wie verteidigte sich der Angeklagte? Worum ging es eigentlich? Was geht uns die erfolglose Verteidigungsrede gut 2400 Jahre danach an? Die Apologie des Sokrates thematisiert die grundlegende Frage, was wirklich wichtig im Leben ist. Damit liegen diese Fragen, Konflikte und Argumentationen sozusagen wie ein Wasserzeichen in unserer europäischen Zivilisation, obwohl sie gegenwärtig nahzu vergessen sind und fremd anmuten.
»Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzungen mit ihr könnte sie überfordern – oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. … Verabschieden wir die Selbstverleugnung, und bekennen wir uns wenigstens zu einer gemeinsamen europäischen Phantasie! Dazu braucht es nicht mehr als eine gute Bibliothek und den Griff ins Regal.« (Melanie Möller, FAZ, 8. April 2015)
Das Lektüreseminar befasst sich mit dem klassischen Text Platons »Apologie des Sokrates« und zieht auch den historischen sowie den mythischen Kontext zurate.

Dr. Andreas Fritzsche | Leuphana Universität, Lüneburg

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Edith-Stein-Schulstiftung.
Als Lehrerfortbildung anerkannt: WTK-Nr.: 2016-064-44 !

Sonntag, 13. November 2016, 16 Uhr

»Meine Trauer wird dich finden« | Gedenkfeier
für alle Verstorbenen unserer Stadt | Volkstrauertag

Ort: Moritzkirche | Halle

Ein Angebot der Krankenhausseelsorge im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle, dem Hospiz Halle, Elisabeth Mobil

Diakon Reinhard Feuersträter | Krankenhausseelsorger

Samstag, 12. November 2016, 10 Uhr

Wort. Gewalt. Ich. Von Macht und Mythos der Rede | Ökumenische Lehrhaus-Tagung zu Bibel und Glaubenspraxis

Ort: Franckesche Stiftungen, Haus 26, Englischer Saal | Halle

Vortrag
Mythos Redemacht. Über die Rolle der Predigt in der europäischen Redekunst
Mythen sind Erzählungen, die Orientierung bieten. Aus Hinweisen Ciceros oder Gorgias’ etwa lässt sich die Botschaft erkennen, dass bei der öffentlichen Rede eine Kunst anzuwenden ist, die Macht verleiht. Darin liegt keine »natürliche« Lösung rednerischer Probleme, sondern eine geschichtliche. Sie begleitet die europäisch geprägte Redekunst in der Politik, vor Gericht – und auf der Kanzel. Bei aller Vorsicht angesichts der Verkündigung von »Wahrheit« entschied sich Augustinus für die »heidnischen« Wirkungsmittel. Er hat damit Nachfolge gefunden bis heute.

Prof. Dr. Karl Heinz Göttert | Köln

 

Vortrag
Manipulation. Über die Beeinflussung in Sprechsituationen.
Sprechen ist ein kommunikativer Prozess, bei dem Menschen miteinander eine Beziehung eingehen. Dabei gilt »Manipulation« umgangssprachlich als etwas Schlechtes, als etwas, was uns passiert und dem wir ausgeliefert sind. Aber was bedeutet »Manipulation« und wie ist der Begriff dazu geworden? Und wie geht die Bibel damit um? Ist es etwas, was dem Prediger nützt oder schadet? Und in welchem Gespräch, in dem ich ein Ziel verfolge, will ich meinen Gesprächspartner nicht beeinflussen?

Dr. Augustin Ulrich Nebert | Halle

 

Leitung: Pfarrer Sven Hanson und Dr. Reinhard Grütz
Musik: Almuth Schulz | Halle

In Kooperation mit dem Canstein Bibelzentrum.

Detailliertes Programm demnächst erhältlich!

Freitag, 11. November 2016, 19 Uhr

St. Martin für Erwachsene | Meditative Feier
Den Martinsabend in Gemeinschaft feiern

Ort: Elisabethkapelle in St. Moritz | Halle

Leitung: Dorothea Tesching | Gemeindereferentin
Anmeldung bis 08. 11. 2016 erbeten!

Mittwoch, 9. November 2016, 19:30 Uhr

Barmherzigkeit für Margarethe von Glymes | Kulinarium
Neues zu dem spätmittelalterlichen Epitaph einer Ordensfrau in der neuen Dauerausstellung – »Kunstverführung« im Kulturhistorischen Museum Magdeburg

In der Veranstaltungsreihe »Kulinarium« sollen Themen anhand der neuen Dauerausstellung im Kulturhistorischen Museum zur Stadtgeschichte präsentiert werden. Vortrag und Gespräch bei einem kleinen, thematisch inspirierten Imbiss wechseln einander ab.

Der Mittelalterhistoriker Dr. Claus-Peter Hasse stellt ein spätmittelalterliches Tafelgemälde vor, das Teil der neuen Dauerausstellung »Kunstverführung« im Kulturhistorischen Museum Magdeburg sein wird (Eröffnung am 26. August 2016). Hasse konnte nicht nur die bisherige Deutung des Bildes korrigieren, sondern es ist ihm auch gelungen, das Bild als Epitaph (Gedächtnisbild) einer Nonne aus einem bedeutenden Brabanter Fürstengeschlecht zu identifizieren: Margarethe von Glymes (gestorben 1477). Während des Abends erfahren Sie mehr zum Bild, den darauf dargestellten Personen und dem gesellschaftlichen und persönlichen Umfeld seiner Hauptfigur. Hasse erläutert auch das komplexe Bildprogramm und wie darin die Verstorbene in Form einer so genannten Heilstreppe die Barmherzigkeit Gottes erfährt.

Dr. Claus-Peter Hasse | Kulturhistorisches Museum Magdeburg

Dienstag, 8. November 2016, 19:30 Uhr

Bioökonomie | Vortrag

Vortragsreihe »Zukunft und Visionen für Gesellschaft und Schöpfung«

Dr. Sabine Willscher | MLU Halle-Wittenberg

Montag, 7. November 2016, 15:30 Uhr

Gewalt und Aggression aus kulturpsychologischer Perspektive | Kulturforum

Prof. apl. Dr. Dr. Uwe Wolfradt | Institut für Psychologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg