Terminarchiv

Sa, 21. Mai 2022, 14 Uhr – 17 Uhr

Lesung und Gespräch | »Die Legende vom Grottenstein«

Margret Richter | Freie Autorin, Halle (Saale)

Freitag, 20. Mai 2022, 21:30 Uhr

Andacht am Christusgemälde | Moonlight Prayer

Ort: Moritzkirche Halle

Andacht am Gemälde »Der auferstandene Christus« mit Taschenlampenführung in der Moritzkirche
Kathrin Feineis, Thomas Dammann | Gemeindereferenten, Halle
Orgel: Tobias Geuther

»Der auferstandene Christus« – Ein restaurierter Schatz aus der Renaissancezeit
Vor einer hügeligen Landschaft mit Ausblick auf eine am Fluss gelegene Stadt steht im Bildmittelpunkt der eben seinem Grab entstiegene Christus mit Kreuzfahne in der linken Hand und segnender Geste. Am linken Bildrand wendet sich ein Bischof als Stifterfigur dem Bildgeschehen zu.
Viele Jahre hing das Leinwandgemälde im Büro des Bischofs und war nur wenigen Besuchern zugänglich. Von Oktober 2018 bis Juni 2021 wurde das Bild an der Hochschule für Bildende Künste Dresden naturwissenschaftlich untersucht, konserviert und restauriert. Betreut wurde das Projekt von Prof. Dr. Ursula Haller und Prof. Ivo Mohrmann (Fachklasse für Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurierung von Malerei auf mobilen Bildträgern).
Ursprünglich handelt es sich bei dem Leinwandgemälde um eine Holztafel, die um 1500 entstanden ist. Die Tafel wurde in den letzten vierhundert Jahren insgesamt dreimal überarbeitet. Vermutlich schon im 16./17. Jahrhundert erfolgte eine erste Übermalung, um das Gemälde dem Geschmack der Zeit anzupassen. Die sehr heikle Übertragung der Holztafel auf Leinwand wurde schließlich im 19. Jahrhundert vorgenommen.
Nun wird das durch die jungen Restauratorinnen gereinigte und retuschierte Gemälde in der Moritzkirche für einen kurzen Zeitraum präsentiert, bevor es dauerhaft im Kulturhistorischen Museum Magdeburg für die Öffentlichkeit erlebbar sein soll.

Dienstag, 17. Mai 2022, 19 Uhr

Vortrag | Verhängnisvoll verstrickt: Richard Hesse und Leo Hirsch − zwei jüdische Funktionäre und ihre Lebenswege in zwei Diktaturen

Ort: Franckesche Stiftungen, Haus 26, Englischer Saal | Halle

Anne Kupke-Neidhardt referiert über das vom Zeit-Geschich­te(n) e.V. Halle herausgegebene Buch »Verhängnisvoll verstrickt. Richard Hesse und Leo Hirsch zwei jüdische Funktionäre und ihre Lebenswege in zwei Diktaturen« der AutorInnen Uta Franke, Heidi Bohley und Falco Werkentin, welches neben den Lebensgeschichten der Protagonisten Richard Hesse und Leo Hirsch auch die einzelnen Etappen rassistischer Verfolgung, die berüchtigten Waldheim-
Prozesse, die Bedrohung jüdischen Lebens in der DDR und die Zerstörung der jüdischen Gemeinde in Halle bis 1989 thematisiert.

Anne Kupke-Neidhardt | Zeitgeschichte(n) e.V., Halle

In Kooperation mit dem Mitteldeutschen Bibelwerk / Canstein Bibelz­entrum.

Fr, 13. Mai 2022, 18 Uhr – So, 15. Mai 2022, 13 Uhr

Philosophie-Seminar »Dostojewskis conversio«

Ort: Konrad-Martin-Haus | 06628 Bad Kösen | Am Rechenberg 3

Sinneswandel und seine literarische Darstellung in Die Brüder Karamasov
Fjodor M. Dostojewski gehört zweifellos zu einem der bedeutendsten Autoren russischer Literatur, dessen literarisch-philosophische Werke die Epoche des Realismus und darüber hinaus ganz Europa geprägt haben. Die schrecklichen Erfahrungen des Autors während seiner Scheinhinrichtung und Inhaftierung in Sibirien prägen und verändern nachhaltig sein literarisches Schaffen ab den 1860er Jahren. Beginnend mit dem ersten Werk nach seiner Inhaftierung, den Aufzeichnungen aus dem Totenhaus, bis hin zu Die Brüder Karamasov erscheint daher als eines der zentralen Themen des Autors die Umkehr bzw. conversio, die Bekehrung zum Glauben. Die Zirkularität von Konversionserzählungen sowie die retrospektive Betrachtung der Bekehrung der Protagonisten bei Dostojewski knüpfen zudem an Augustinus’ Bekenntnisse als Paradigma aller Konversionserzählungen an.
In gemeinsamer Lektüre werden sowohl ein für den Unterricht anwendungsbezogener Überblick über Dostojewskis Werke gegeben wie auch eine gezielte Hinführung zum theologischen Gehalt des Großinquisitors in den Brüdern Karamasov. Im Fokus soll dabei das Werk mit seiner spannenden Erzählweise stehen, welches die Geschichte der Familie Karamasov vom Mord bis hin zum Gerichtsprozess als einen Verfall gesellschaftlicher Sitten zeigt.

Referent:
Dr. Sebastian Kornmesser | ehem. Dozent an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

Neben verschiedenen Aufsätzen zu Dostojewski veröffentlichte er 2018 seine Doktorarbeit zum Thema »Aspekte des Rechts bei Dostoevskij. Zwischen Justizreform und religiös-philosophischen Rechtstraditionen«.

In Kooperation mit der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen, dem Katholischen Forum im Land Thüringen und der Edith-Stein-Schulstiftung des Bistums Magdeburg

Anmeldung bis zum 08. April 2022
über www.ka-dd.de/bad-koesen

Das detailliertes Programm lesen Sie hier.

Dieses Seminar ist vom Land Sachsen-Anhalt als Lehrerfort­bildung anerkannt (WTK-Nr. 2022-064-19).

Do, 12. Mai 2022 – Di, 7. Juni 2022

Ausstellung | Junia – die wiederentdeckte Apostelin

Moritzkirche Halle

Öffnungszeiten Moritzkirche:
dienstags bis donnerstags 11 – 12 Uhr | dienstags bis freitags 15 – 17 Uhr
samstags 16 – 17 Uhr | sonntags 15 – 16 Uhr | und nach Vereinbarung unter:
Tel 0345 29 000 87 | info@katholische-akademie-magdeburg.de
Der Eintritt ist frei.

Junia – die wiederentdeckte Apostelin

Junia war in der frühen Kirche eine Apostelin, die schon Paulus in seinem Römerbrief (Röm 16,7) erwähnte. Doch aus der Frau Junia wurde im 13./14. Jahrhundert der Mann Junias und die Apostelin Junia wurde über Jahrhunderte unsichtbar. Erst 2016 mit der neuen Einheitsübersetzung der Bibel änderte sich das und aus dem vermeintlichen Apostel Junias wurde wieder die Apostelin Junia.

Die Leipziger Künstlerin und kfd-Frau Angelika Pohler hat der Apostelin ein Gesicht gegeben. Einige dieser Werke sind über den Junia-Tag am 17. Mai in der Moritzkirche zu sehen.

Angelika Pohler| Grafikerin und Künstlerin, Leipzig

 

Mo, 16. Mai | 19.00 Uhr

Gottesdienst im Rahmen des bundesweiten Predigerinnentages der kfd

Predigerin: Annette Thaut | stellvertretende Sprecherin im kfd-Diözesanverband Magdeburg, Köthen

Zelebrant: Propst Reinhard Hentschel | Halle

Anschließend besteht die Möglichkeit zu Begegnung und Gespräch im Moritzgarten.

 

Kooperation mit dem kfd-Diözesanverband Magdeburg

Dienstag, 10. Mai 2022, 19:30 Uhr

Vortrag | Utopia, Gilead, REVONNAH 2020 – Eine kleine Kulturgeschichte utopischer Entwürfe und Gesellschaftsbilder

Ort: forum hallense / Moritzkirche

Leben wir in der besten der möglichen Welten? Wie könnte eine ideale Gesellschaft aussehen? Und welche düsteren Perspektiven drohen uns womöglich in der Zukunft? Seit alters her haben Philosophen, aber auch Dichter darüber nachgedacht, wobei eine Tendenz deutlich ist: Die Befürchtungen nehmen zu. Der Vortrag stellt eine repräsentative Auswahl utopischer und dystopischer Modelle in ihrem jeweiligen Kontext vor und wirft dabei die Frage auf, was uns diese Warnungen und Hoffnungen für unser heutiges Handeln mit auf den Weg geben könnten.

Prof. Dr. em. Paul D. Bartsch | Literatur- und Erziehungswissenschaftler, Musiker, Halle

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe »Zukunft und Visionen für Gesellschaft und Schöpfung«

Freitag, 6. Mai 2022, 21:30 Uhr

Andacht am Christusgemälde | Moonlight Prayer

Ort: Moritzkirche Halle

Andacht am Gemälde »Der auferstandene Christus« mit Taschenlampenführung in der Moritzkirche
Kathrin Feineis, Thomas Dammann | Gemeindereferenten, Halle
Orgel: Tobias Geuther

»Der auferstandene Christus« – Ein restaurierter Schatz aus der Renaissancezeit
Vor einer hügeligen Landschaft mit Ausblick auf eine am Fluss gelegene Stadt steht im Bildmittelpunkt der eben seinem Grab entstiegene Christus mit Kreuzfahne in der linken Hand und segnender Geste. Am linken Bildrand wendet sich ein Bischof als Stifterfigur dem Bildgeschehen zu.
Viele Jahre hing das Leinwandgemälde im Büro des Bischofs und war nur wenigen Besuchern zugänglich. Von Oktober 2018 bis Juni 2021 wurde das Bild an der Hochschule für Bildende Künste Dresden naturwissenschaftlich untersucht, konserviert und restauriert. Betreut wurde das Projekt von Prof. Dr. Ursula Haller und Prof. Ivo Mohrmann (Fachklasse für Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurierung von Malerei auf mobilen Bildträgern).
Ursprünglich handelt es sich bei dem Leinwandgemälde um eine Holztafel, die um 1500 entstanden ist. Die Tafel wurde in den letzten vierhundert Jahren insgesamt dreimal überarbeitet. Vermutlich schon im 16./17. Jahrhundert erfolgte eine erste Übermalung, um das Gemälde dem Geschmack der Zeit anzupassen. Die sehr heikle Übertragung der Holztafel auf Leinwand wurde schließlich im 19. Jahrhundert vorgenommen.
Nun wird das durch die jungen Restauratorinnen gereinigte und retuschierte Gemälde in der Moritzkirche für einen kurzen Zeitraum präsentiert, bevor es dauerhaft im Kulturhistorischen Museum Magdeburg für die Öffentlichkeit erlebbar sein soll.

Kooperation mit dem Bistum Magdeburg und der Katholischen Pfarrei St. Mauritius und St. Elisabeth, Halle

Do, 5. Mai 2022, 14 Uhr – 21 Uhr

Studientag | Konrad Feiereis: Person – Werk – Wirken

Ort: Bildungsstätte St. Martin | Farbengasse 2, 99084 Erfurt

Glauben und Denken in der Diaspora
Konrad Feiereis (1931–2012, Priester und Professor für Philosophie am Philosophisch-theologischen Studium in Erfurt von 1974 bis 1999) war eine bemerkenswerte Gestalt in der katholischen Kirche der DDR. Intensiv und engagiert setzte er sich mit dem Marxismus-Leninismus auseinander. Wie kaum ein anderer stand er für den mutigen Dialog mit Nichtglaubenden in dieser Zeit und unter den Bedingungen der Diaspora. Für viele wurde er so zu einer Orientierungsfigur. Der Studientag nähert sich der Person von Konrad Feiereis in ihren historischen und philosophischen Facetten.

U.a. mit
Prof. Dr. Thomas Brose | Berlin; Bischof Dr. Gerhard Feige |
Magdeburg; Prof. Dr. Michael Gabel | Erfurt; PD Dr. Sebastian
Holzbrecher
| Mainz; Prof. Dr. Josef Pilvousek | Erfurt;
Prof. Dr. Eberhard Tiefensee | Leipzig.

Teilnehmerbeitrag: 20

Anmeldung an: kath.forum@bistum-erfurt.de

Kooperation mit dem Katholischen Forum im Land Thüringen,
dem Lehrstuhl für Philosophie an der Kath.-Theol. Fakultät der Universität Erfurt und der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen

Mittwoch, 4. Mai 2022, 19:30 Uhr

Entfällt >>> Ringvorlesung | Heimat im 21. Jahrhundert – Idyll und Lebens­raum

Ort: Roncalli-Haus, Magdeburg

Landwirtschaft zwischen Heimatpflege und Produktion
Olaf Feuerborn | Präsident des Landesbauernverbandes

Heimat im 21. Jahrhundert – Idyll und Lebens­raum
10. Magdeburger Ringvorlesung von Januar bis Juni 2022
Der Begriff der Heimat erinnert an die Kindheit. Er birgt die Erinnerung an die Bezüge, in die wir ganz selbstverständlich hineingewachsen sind. So bezieht sich Heimat auch immer auf den Wunsch einer idealen, nicht mehr erreichbaren Vergangenheit. Das ist allerdings kein Grund, den Begriff ganz in die Echo­kammern (n)ostalgischer oder nationaler Gesinnung zu entlassen. Wir fragen mit der 10. Ringvorlesung nach den Beziehungen zwischen Mensch und Raum. Dabei erkunden wir unsere »Heimat« als emotionales Netz und Resonanzraum für zwischenmensch­liche Begegnung. Als sicherer Ort, an dem Vertrautheit und Vertrauen gleichermaßen repräsentiert ist, kann »Heimat« auch im 21. Jahrhundert ein wichtiger emotionaler Anker für die Gestaltung unserer Gegenwart sein.

Der Offene Kanal Magdeburg überträgt die Veranstaltungen live in seinem TV-Programm, als Livestream unter: www.ok-magdeburg.de und auf Youtube unter: www.youtube.com/c/offenerkanalmd

Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen-Anhalt, der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt, dem Theater Magdeburg und dem Roncalli-Haus Magdeburg

Leitung: Christoph Maier | Evangelische Akademie, Wittenberg
Dr. Reinhard Grütz | Katholische Akademie des Bistums Magdeburg
Georg Halfter | Roncalli-Haus e.V., Magdeburg
Wolfgang Höffken | Friedrich-Ebert-Stiftung Landesbüro Sachsen-Anhalt, Magdeburg

Den Flyer der 10. Magdeburger Ringvorlesung sehen sie hier.

Mo, 2. Mai 2022, 15:30 Uhr – 17:30 Uhr

Kulturforum: „Die Auferstehung Christi in der Kunst“

Ort: forum hallense

Anlässlich der Präsentation des Auferstehungsgemäldes aus der Renaissance in der halleschen Moritzkirche wird das Thema „Auferstehung Christi“ in seiner kunsthistorischen Entwicklung bis in die Gegenwart dargestellt.

Antje Löhr-Dittrich | Referentin, Katholische Akademie des Bistums Magdeburg