13. März 2019

Levon der Große (1187 –1219) mit ökumenischem Gottesdienst in der Moritzkirche – Tagung

Die Regierungszeit Levon I. ist das Zeitfenster, in dem einschneidende politische Veränderungen im Deutschen Reich (Wahlkönigtum statt Erbkönigtum, dauerhafte Fürstenherrschaft) und im Nahen Osten (Aufstieg neuer islamischer Dynastien, Niedergang von Byzanz, erneuter Auftrieb der Kreuzzugsbewegung) zu einer einmaligen Verzahnung der Geschicke des staufischen Reiches und seiner Eliten mit aktuellen Entwicklungen im Orient führten. Deren bleibende Frucht ist die erneute armenische Staatlichkeit in Kilikien nach Jahrhunderten der Fremdherrschaft, das »Silberne Zeitalter« in der Geschichte der Armenier. Damit verbunden war der Transfer von politischen und kulturellen Ideen, für die Levon I. als ambitionierter Politiker, fähiger Diplomat und Förderer der christlichen Ökumene steht. Anläßlich seines 800. Todestages widmet die Mesrop-Gesellschaft der Martin-Luther-Universität dieser historischen Persönlichkeit ein internationales wissenschaftliches Symposium.

Eine Veranstaltung der Mesrop-Gesellschaft der Martin-Luther-Universität.

Einladung.pdf