17. Dezember 2020

Lesung | Zwischen Vermächtnis und Kult Literarische Erkundungen entlang des UNESCO-Welterbes

Ort: Roncalli-Haus, Magdeburg

Quedlinburg ist vor dem Hintergrund seiner über tausendjährigen Tradition als Machtmetropole zurecht Teil des UNESCO-Welterbes.
Umso gravierender ist die Vereinnahmung des Ortes durch die Machthaber im Nationalsozialismus. Dies stellt Cornelia Habisch in den Mittelpunkt ihrer literarischen Erkundungen. Sie nähert sich dem Thema aus der Sicht der Bevölkerung, die nicht gefragt wurde, ob ihre Stadt als ‚völkischer Wallfahrtsort‘ vereinnahmt werden soll.

Regine Sondermann widmet sich Marie Therese von Schleswig-Holstein-Gottorf, Großtante von Katharina II. Sie residierte als 37. Äbtissin bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts im Frauenstift auf dem Schlossberg, das in Ottonischer Zeit gegründet wurde.
Marie Therese von Schleswig-Holstein-Gottorf hatte in ihrer 37 Jahre währenden Regierungszeit große Kämpfe mit Friedrich Wilhelm I., dem Soldatenkönig, auszustehen. Aber auch gegenüber dem Kaiser in Wien und dem Magistrat der Stadt – die ebenfalls unter der preußischen Militärpolitik litten – hatte sie sich zu behaupten.

Beide Autorinnen sind im Förderverein der Schriftsteller organisiert, der mit seinem Projekt das UNESCO-Welterbe in Sachsen-Anhalt und anderen Ländern mit literarischen Erkundungen würdigt.

Regine Sondermann | freie Autorin, Magdeburg
Cornelia Habisch | Autorin, Referatsleiterin Landeszentrale für Politische Bildung Sachsen-Anhalt

Kooperation mit dem Förderverein der Schriftsteller e. V.